Im digitalen Mittelalter

Wer vor der Corona-Krise Urlaub im Ausland machte, war bisweilen verwundert: funktionierendes WLAN in allen Hotels und den meisten öffentlichen Gebäuden, in Restaurants, am Bahnhof. Asiaten sind es seit Jahren gewohnt, mit dem Smartphone zu bezahlen und sind nicht nur erstaunt, sondern im ersten Moment hilflos, wenn sie in ihrem Deutschland-Urlaub an der Kasse eines Deutschen Museums oder Sehenswürdigkeit bestenfalls mit einer Kreditkarte bezahlen können. Vom Bäcker oder Metzger ganz zu schweigen. Immerhin lässt sich hier mittels besagter Kreditkarte oder dem guten, alten Bargeld noch für Abhilfe schaffen.


Doch gerade der Bildungsbereich führt überdeutlich die Versäumnisse in der Digitalisierung zutage: Homescooling ist das Zauberwort der Corona-Pandemie. Doch wie soll das funktionieren, wenn noch nicht einmal alle Schulkinder Zugriff auf ein technisch geeignetes Gerät haben, um am Onine-Unterricht teilzunehmen? Was, man möchte vor Scham im Boden versinken, jedoch im Prinzip irrelevant ist, weil der Live-Stream des Lehrers ohnehin nach wenigen Sekunden abbricht und damit ein Online-Unterricht gar nicht stattfinden kann? Weil offizielle Lernportale wenige Minuten nach Unterrichtsbeginn wegen Überlastung zusammenbrechen?


Zur Erinnerung: mit Dorothee Bär haben wir seit März 2018 eine extra ernannte Staatsministerin und Beauftragte für Digitalisierung in der Bundesregierung sitzen. In Bayern leisten wir uns gar ein eigenes Staatsministerium für Digitales unter der Leitung von Staatsministerin Judith Gerlach.


Doch wenn es um Digitalisierung und Internet geht, steht Deutschland im europäischen Vergleich - im Internationalen sowieso - auf einem der hinteren Plätze. Man muss sich vor Augen führen, dass Länder wie beispielsweise Rumänien, die vor 30 Jahren noch abgeschirmt vom Eisernen Vorhang Opfer von kommunistischen Regimes waren, in Sachen Internet und Digitalisierung weit vor uns liegen und dort vieles eine Selbstverständlich ist, was bei uns entweder nicht vorhanden ist oder nicht richtig funktioniert.


Auch die "Süddeutsche Zeitung" nimmt sich in einem Artikel vom 19.01.2021 mit dem Titel: Im digitalen Mittelalter der Thematik an. Wir stehen mit unserer Kritik am Digitalen Ausbau und Fortschritt in Deutschland also nicht alleine auf weiter Flur. In dem Artikel wird vor allem die Problematik der Corona-Hilfen für die Wirtschaft beleuchtet, und welch schwere politischen Versäumnisse der vergangenen Jahre hauptursächlich dafür sind, dass Milliarden von Hilfen nicht ausgezahlt werden konnten und deshalb viele Firmen nicht nur am Rande der wirtschaftlichen Existenz stehen, sondern leider einige schon darüber hinaus. Die "Pleite-Welle" hat begonnen, die Meldungen über Insolvenzen nimmt zu. Quasi kein Tag vergeht mehr, an dem nicht erneut ein promineter Fall von Insolvenz bekannt wird.


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